Beitragsbild zum Blogbeitrag "Lektorat im Selfpublishing: Warum du darauf nicht verzichten solltest"

Warum es sich im Selfpublishing lohnt, in ein Lektorat zu investieren

Du hast es geschafft, hast die vier magischen Buchstaben ENDE unter dein Manuskript gesetzt und kannst es nun kaum erwarten, deine Geschichte mit anderen Menschen zu teilen? Das ist großartig! Ich hoffe, du hast dir selbst erst einmal ordentlich auf die Schulter geklopft, denn du hast einen riesigen Schritt geschafft.

Du hast eine Geschichte erschaffen, mit ziemlich großer Sicherheit sogar eine richtig gute. Du bist sicher, dass andere Menschen begeistert sein werden, von dem, was du da geschrieben hast. Am liebsten würdest hättest du das gedruckte Buch schon heute in der Hand und würdest es Freund*innen und Familie präsentieren. Aber zuvor gibt es einen wichtigen Schritt, den du auf keinen Fall überspringen solltest. Du ahnst es schon: das Lektorat.

Lektorat im Selfpublishing: längst keine Ausnahme mehr

Laut einer Umfrage des Selfpublishing-Verbands nutzen 60 % der Selfpublisher*innen ein Lektorat, um ihre Werke zu verbessern. Und das aus gutem Grund! Hier erfährst du, warum auch du unbedingt ein Lektorat in Anspruch nehmen solltest.

1. Qualitätssicherung und Professionalität

Stell dir vor, du liest ein Buch, das vor Fehlern nur so strotzt. Beim Lesen stolperst du von einem Plothole ins nächste, fluchst regelmäßig über die Charaktere oder legst das Buch direkt weg, weil es dich gar nicht erst begeistert. Damit es Leser*innen mit deinem Buch nicht so geht, gibt es das Lektorat. Ein*e Lektor*in weiß genau, worauf es bei einem richtig guten Text ankommt. Von Spannungsbogen, Charakterentwicklung, Logik und Stil bis hin zu Wortwahl, Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung – ein*e Lektor*in prüft deine Geschichte auf Herz und Nieren. So kannst du sichergehen, dass Leser*innen am Ende eine fantastische Geschichte in der Hand halten, die in ihrer Qualität Verlagswerken in nichts nachsteht.

2. Expert*innenwissen und Teamwork

Apropos in der Hand halten: Im Selfpublishing hast du alles selbst in der Hand: vom Schreiben über die Überarbeitung, die Entscheidung zum Cover, Formatierung und Herstellung bis hin zu Vertrieb und Marketing. Du hast die Freiheit, deiner künstlerischen Vision in jedem dieser Bereiche treu zu bleiben. Aber du musst (und solltest) nicht alles allein machen. Schließlich gibt es für jeden Bereich Expert*innen, die dir dabei helfen können, deine Vision in ein Produkt zu übersetzen, das deine Zielgruppe begeistert. Genau dabei hilft dir ein Lektorat. Lektor*innen haben umfangreiches Wissen über den Buchmarkt und die verschiedenen Zielgruppen darin. Sie wissen, was ein Buch braucht, um zu fesseln, zu bewegen und zu begeistern. Und sie wissen, wo du die richtigen Leser*innen findest. Eine ziemlich tolle Ergänzung für dein Projekte, oder?

3. Verbesserung der Lesbarkeit

Ein gutes Lektorat hilft dir aber nicht nur dabei, ein starkes Fundament für deinen Text zu erschaffen, sondern ihn auch flüssiger und verständlicher zu machen. Es geht nicht nur darum, Fehler zu korrigieren, sondern auch deinen Schreibstil zu verbessern und Logiklücken auszubessern. Lektor*innen geben dir wertvolle Tipps, wie du deine Sätze knackiger machen und deine Ideen klarer ausdrücken kannst. So wird dein Buch ein echtes Lesevergnügen – und hebt sich allein dadurch schon von vielen anderen Selfpublishing-Werken ab.

4. Objektivität und frische Perspektive

Nach stundenlangem Schreiben und Überarbeiten kann es passieren, dass du den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst. Ein*e Lektor*in bringt eine frische Perspektive mit und kann dir ehrlich sagen, was funktioniert und was nicht. Manchmal braucht es einfach jemanden von außen, um Schwachstellen im Text zu entdecken und dir zu helfen, sie zu beheben. Denn vier Augen sehen immer mehr als zwei.

5. Verbesserung deines Schreibhandwerks

Wir halten fest: Lektor*innen prüfen deinen Text und helfen dir mit ihrer geschulten Perspektive, das Beste aus deiner Geschichte herauszuholen. Dabei identifizieren sie nicht nur die Stärken deines Textes, sondern auch die Stellen, an denen du noch etwas verbessern kannst. Und die gibt es in jedem Text. Besonders toll daran ist jedoch, dass das Feedback von Lektor*innen dir nicht nur bei dieser einen Geschichte hilft, sondern dir oftmals auch zeigt, wie du dich im Schreiben selbst weiterentwickeln kannst. Ein Lektorat verbessert nämlich nicht nur dein Projekt, sondern auch dein Handwerkszeug selbst.

6. Dein Buch verdient das Beste

Schlussendlich ist dein Buch ein Herzensprojekt. Du hast so viel Zeit, Energie und Leidenschaft in diese Geschichte gesteckt. Da wäre es einfach schade, wenn sie wegen vermeidbarer Fehler oder holpriger Formulierungen nicht das wird, was sie sein könnte. Mit einem Lektorat hebst du dein Werk auf das nächste Level und stellst sicher, dass es die Anerkennung bekommt, die es verdient.

Ein professionelles Lektorat? Für eine erfolgreiche Veröffentlichung unverzichtbar.

Ein Lektorat ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für alle, die ernsthaft Bücher veröffentlichen wollen. Es hilft dir, dein Bestes zu geben und deine Geschichte so gut wie möglich zu machen. Denn erst dann hat deine Geschichte die Chance, sich durch die unzähligen anderen Veröffentlichungen da draußen durchzusetzen und vielen Menschen zu erreichen.

Aber vor allem unterstützen gute Lektor*innen dich dabei, dich als Schriftsteller*in weiterzuentwickeln und dein volles Potenzial auszuschöpfen. Ein professionelles Lektorat ist deshalb eine Investition, die sich immer lohnt.


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Annalena Rauh am Schreibtisch, lächelt in die Kamera, im Hintergrund der Arbeitsplatz mit Laptop und Pflanzen.
© Annalena Rauh, 2024